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Stimmen zu Johann Lerchenwald

Felix Krull ist der Held eines kleinen und doch riesigen Romans von Thomas Mann. Nach ihm hat sich <Felix Krull Editore> benannt, der eine Brücke zwischen zwei großen Kulturen unseres alten Europa schlagen will. Der Widerhall, den dieses verlegerische Unternehmen findet, ist warhaft ermutigend. Viel gelobt wurde Friederich Güthlin, ein Werk, das auf vollkommene Weise jener zeitlosen Literatur entspricht, durch die sich der Verlag auszeichnen will.
Antonio Angeli, Il Tempo, Rom

Der altmodische Stil übt einen eleganten Reiz aus, welcher den Leser sofort gefangennimmt. Die Geschichte (Friederich Güthlin) ist von einer morbiden, romantischen Atmosphäre geprägt, und die literarische Dichte verrät ein tiefes Verständnis des geistigen Universums von Nietzsche, Mann und vor allem Hesse.
Marino Freschi, Professor für Germanistik an der Universität von Rom

Zuletzt wird Güthlin zum Mörder. Doch die Geister von Johann W. Goethe und Adalbert Stifter retten ihn und führen zu einem anachronistischen Leben auf dem Lande - in einem deutschen Grenzgebiet mit Blick auf das aufgeklärte Frankreich.
Silvia Tomasi, Panorama, Mailand

Vom Chaos zum Licht
Ein neoromantischer Schriftsteller, der uns gefällt.
Die Literatur - vor allem, wenn sie sich auf eine solide Tradition wie die deutsche berufen kann - bedient sich gerne gewisser Modelle. Man könnte sagen, daß dieser Roman an typische Atmosphären und Situationen erinnert, die wir bei den Romantikern und ihren Nachfolgern zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts finden. Und dennoch, wer bereit ist, in diese "unzeitgemäße" Welt einzutauchen, bleibt von ihr gefangengenommen und begreift, daß eine gewisse Empfindsamkeit und gewissen Themen nie "überholt" sein werden.
Il Domenicale, Vito Punzi

Der Roman ist sprachlich und konzeptionell so reif, daß man seinen Autor älter glaubt, als der mit Anfang vierzig ist...  Das Buch überzeugt durch die Ästhetik des gelassenen Erschreckens. Und das sehr nachhaltig.
KULTUR/NEWS

Dr. Güthlin bleibt dem Leser merkwürdig fremd. So stellt sich die Frage, worauf die eindringliche Beschreibung des Seelendoktors abzielt und was das Geheimnis ist, das diese Romanfigur spannend machen soll...
Tages-Anzeiger

Vor allem, weil mir Ihr Roman außerordentlich gefallen hat und weil einen Autor das Gefallen eines Lesers, denke ich, freuen könnte, schreibe ich Ihnen...   Dieser Friederich wächst einem ja nicht nur dadurch ans Herz, weil man sich in ihm fast in jedem Kapitel wiederfindet in seiner wütenden Rebellion gegen die Häßlichkeit einer unmenschlich gewordenen Welt, sondern weil man ihm auch so gern zuschaut in seinen rührenden und vielleicht trotz ihrer Vergeblichkeit auch mehr als rührenden Versuche, Sinn zu stiften...  Aber nicht nur wegen seines Inhalts hat mir Ihr Roman gefallen, sondern auch wegen seiner schönen, genauen und stilsicheren Sprache, die auf alle landläufig modernistischen Mätzchen lächelnd verzichtet...  Der Roman hat indessen auch in unserem Freundeskreis manchen Liebhaber gewonnen, und nach der günstigen Reaktion in einer breiten Öffentlichkeit brauchen wir ihm wohl gar nicht eigens einen guten und erfolgreichen Weg zu wünschen.
Aus einem Leserbrief an den Autor

"Ließen sich die charaktervollen, besser gelungenen Menschen, von denen Friederich eine klare Erinnerung bewahrte, nicht mehr in der Öffentlichkeit blicken? Gab es sie überhaupt noch?" Das ist weder Parodie noch Satire. Der Dichter meint es ernst...   Das Leiden an der Liebe, am Leben und an der Welt wird manchmal poetisch fruchtbar. Manchmal läßt es den Leser leiden. Diesmal tut es sehr weh.
Frankfurter Allgemeine Zeitung

Vielleicht muß ein deutscher Autor, der seiner Zeitgenossenschaft über das Gleichnis Roman den gesellschaftlichen Spiegel vorhält, außerhalb des deutschen Sprach- und Kulturraums, im Falle des Johann Lerchenwald in Rom geboren werden und lange in dieser Stadt der Städte, auf die vorgeblich immer noch die Wege der meisten Kulturmenschen zulaufen, gelebt haben,  vielleicht muß ein Erzähler à la Lerchenwald von der Übersetzung her zur Literatur und zu seinem ersten eigenen ausgewachsenen Buch gelangen, um sich den Gesichtspunkt zu erschreiben, von dem aus sich der erbärmliche Evolutionsstand von Welt und Menschheit auf möglichst unbestechliche Weise erfassen, durchschauen und darstellen läßt. Den Namen Johann Lerchenwald sollte man sich jedenfalls merken, er ist der Erfinder, der Schöpfer der für die grausam nach unten nivellierende Globalisierung echt emblematischen Gestalt des Dr. Güthlin...  Mit der totalen Vereinzelung und Vereinsamung des Menschen mitten im sogenannten Kommunikationszeitalter geht Lerchenwald unnachgiebig stringent ins Gericht, andererseits schreibt er eine zwar elegant, brillant fließende, dafür aber auch leicht antikisierende, preziöse Sprache, die dem Leser freilich schmiegsam wie Öl, wohltuend duftig eingeht. Die lesende Katze relativiert, ironisiert das Ganze auf gerade so fabelhaft wunderbare wie verschmitzte Art und Weise... Daß ausgerechnet eine Katze, noch dazu aus der früheren DDR stammend, mithilft, die freimarktverseuchte Wohlstandsgesellschaft im Westen zu enttarnen und zu bestrafen, ja, auf diese hinterlistige Erzählidee mußte einer doch mal kommen. Den Schreibmut zu einer derart abgründigen Zerr- und Eulenspiegelei hat nur ein wirklich großer Schriftsteller wie Johann Lerchenwald aufbringen können!
Letzeburger Journal, Luxemburg

Erst als es ihm perfekt gelungen ist, alles Lebendige in sich abzutöten, gibt ihm die Katze zu verstehen, daß sie seiner Sprache mächtig ist. Eine unerwartete, ironische Volte am Schluß dieses seltsam verschrobenen und verspannten Buchs, dessen Sprache der Starrheit und dem Wahn des Protagonisten zu nahe bleibt und so die Risse, Spalten und Abgründe in der Geschichte von Friederich dem Wüterich nicht zeigen kann.
Süddeutsche Zeitung

Die Rezensionen habe ich gelesen und mich, wie so oft, über den Solipsimus der Kritiker gewundert, ihre Neigung zum Pirouettendrehen auf Kosten anderer.
Peter Härtling

Denn gewollt oder ungewollt transportiert der Roman mehr und mehr die Ansichten des Dr. Güthlin, die damit bald schon zu ernstgemeinten Botschaften avancieren.
Neue Zürcher Zeitung

Ich möchte mich bedanken, weil Sie ein so gutes Deutsch schreiben. Beim Lesen habe ich mir oft gedacht, da ist ausgedrückt, was auch ich fühle, nur er hat die richtigen Worte dafür gefunden. ..   Habe den Roman meinem Vater gegeben, und als ich ihn ein paar Tage später besuchte, hatte er es schon fertiggelesen. Er hat meistens nicht viel Positives zu unserer Menschheit zu sagen, doch bei Ihrem Buch war es ein Ah! und Oh!. Er sagte: "Wie kann ein so junger Mensch schon so viel vom Leben wissen..." Er wollte Ihnen auch schreiben (das tut er sonst nie), und ich habe ihm die Adresse gegeben, aber ich weiß nicht, ob er es dann wirklich gemacht hat...
Aus einem Leserbrief an den Autor

Jedes Jahrzehnt, scheint es, bekommt die intellektuell verschnupfte Publikumsbeschimpfung, die es verdient. Die Spießer sind immer die anderen. Aber hier will sich einer nicht mal mehr festlegen, wer denn die anderen sind. Im Zweifelsfall also alle.
Sächsische Zeitung

Es ist in der Tat seltsam mit den Reaktionen der Presse auf Dein Buch: Haben sie es nicht verstanden, wollen sie es nicht verstehen?... Natürlich hast Du ein in gewisser Weise "unzeitgemäßes" Buch geschrieben (das macht ja gerade die große Qualität aus) - aber die Reaktionen offenbaren für mich lediglich eine große Unfähigkeit der Kritiker, das Geschriebene halbwegs adäquat wahrzunehmen... In dieser Art habe ich das noch nicht erlebt.
Aus einem Brief des Verlegers an den Autor

Der Autor hängt sich an die Romantiker an, die auch einmal heftige Zivilisationskritiker gewesen sind, deren Denkrebellion aber herkömmliche Machtgefüge ins Wanken brachten...   Beobachtung findet sich nirgends, alles ist hier zusammenschwadroniert. Dem Zeitgeist, dem wankelmütigen Gesellen, mag so etwas gefallen.
Salzburger Nachrichten